Computergestütztes Fräsen

Computergestütztes Fräsen, meist kurz CNC-Fräsen genannt, ist ein faszinierendes Fertigungsverfahren. Zusammen mit Systemen zum automatischen Werkzeugwechsel werden von CNC-Fräszentren beliebig viele komplexe Teile mit hoher Genauigkeit hergestellt.

Wie aber kann die Maschine aus einem Bild eines Teiles auf dem Computerbildschirm ein reales Teil herstellen?

Das zentrale Hilfsmittel dazu ist ein Koordinatensystem, das man beispielsweise nutzt, wenn man in einem Zimmer von der Zimmerecke am Boden ausgehend ausmisst, wo die rechte obere Ecke eines Schrankes liegt:

In diesem Fall ist die Ecke 430 Millimeter von der Zimmerrückwand, 1200 Millimeter von der linken Wand und 1150 Millimeter vom Boden entfernt.

Auf diese Weise könnte man jeden Punkt des Schrankes vermessen und hätte ein Daten-Modell des Schrankes bezogen auf die Zimmerecke am Boden.

Datenmodelle nach diesem Prinzip werden für Teile erzeugt, die auf einer CNC-Fräsmaschine hergestellt werden sollen. Der Computer, der die Fräsmaschine steuert, arbeitet mit diesem Datenmodell, dass auf einen Maschinen-Nullpunkt – sozusagen die Zimmerecke im Arbeitsraum der Maschine – bezogen ist. Mit zusätzlichen Informationen über die Werkzeuge und zum Fertigungsprozess kann die CNC-Fräsmaschine das Teil herstellen.

Schön ist, wie bei anderen Computer-Dokumenten, die einmal erzeugten CNC Programme kann man beliebig kopieren, in andere Programme einfügen und einfach verändern. Genau darin liegt der Vorteil, der der CNC-Technik so großen Erfolg beschert hat.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Videos und erläuternde Texte zu verschieden Details des CNC-Fräsen.